Eutonie Gerda Alexander

Im heutigen Leben sind wir meist mit unserer Aufmerksamkeit ausserhalb unseres Körpers unterwegs. Viele wenden ihre Aufmerksamkeit erst dann dem Körper zu, wenn etwas nicht mehr ‘funktioniert’ oder Schmerzen empfunden werden. Wer etwas für sich selbst tun will, kann hier reichlich Anregungen finden.
Gerda Alexander hat die Prinzipien der Eutonie in ihrer Arbeit mit Schüler*innen entwickelt. Zu den Teilnehmern gehörten Menschen aller Alters- und Berufsgruppen, Kranke sowohl wie Gesunde.
Eutonie

Was kann Eutonie?

Eutonie-Übung mit KirschkernkissenIn der Eutonie beachten wir, wie Bewegungen sich auf das Körperempfinden auswirken und wie sich unsere Spannungs- und Stimmungslage durch sanfte Übungen ändern. Jede Bewegung kann genutzt werden, um den Tonus (= Spannung) zu beeinflussen. Dies bezieht sich auf Muskelspannungen sowohl wie auch die innere Gestimmtheit. Auch die Faszien, die unseren ganzen Körper durchziehen, werden immer schon in die Arbeit mit einbezogen. Der Zusammenhang von Körper, Geist und Psyche wird direkt erfahrbar, sodass ein somato-psychischer Lernprozess stattfinden kann.

Sich wieder in seiner Haut wohl fühlen, die eigenen Grenzen auch als Schutz erfahren sind Beispiele dafür, was  diese Arbeit anbietet. Im Knochengerüst liegt Stabilität und ermöglicht ein Vertrauen in die eigene Struktur. Das erleben der Schwerkraft und ihre Auswirkungen auf Körper und Bewegungen ermöglicht, Fehlspannungen zu lösen und wieder beweglicher zu werden. Gestärktes Vertrauen in den eigenen Körper und mehr Sicherheit im Umgang damit gibt Selbstvertrauen, was dann einen Einfluss auf die Entwicklung der Persönlichkeit hat. – Es ist eine Einladung, sich selbst näher kennen zu lernen und wieder zu sich selbst nach Hause zu kommen.